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Immobilienpreise 2026 – Was Verkäufer jetzt wissen sollten

Illustration zur Entwicklung der Immobilienpreise 2026 in der Steiermark

Immobilienpreise 2026: Was bedeuten die neuen Daten für Verkäufer?

Stand: 6. Oktober 2026

Die aktuellen Daten zeigen eine klare Veränderung am österreichischen Wohnimmobilienmarkt: Nach den Preisrückgängen 2023 und der schwächeren Phase danach sind die Kaufpreise wieder gestiegen. Im ersten Halbjahr 2026 lagen Wohnimmobilien österreichweit durchschnittlich 3,9 % über dem ersten Halbjahr 2025; allein im zweiten Quartal 2026 betrug der Vorjahresanstieg 5,1 %. STATISTIK AUSTRIA

Für Verkäufer in Graz und der Steiermark bedeutet das jedoch nicht, dass jeder Immobilienwert um 5,1 % gestiegen ist. Der Häuserpreisindex misst die österreichweite Marktentwicklung. Der erzielbare Preis einer konkreten Immobilie hängt weiterhin von Lage, Objektart, Zustand, Ausstattung und lokaler Nachfrage ab.

Was kosteten Immobilien 2025?

Statistik Austria hat inzwischen die Immobilien-Durchschnittspreise für 2025 veröffentlicht.

Österreichweit lag der Median bei:

ObjektartImmobilien-Durchschnittspreis 2025
Wohnhäuser2.836 €/m²
Eigentumswohnungen4.162 €/m²

In der Steiermark lag der Wert für Wohnhäuser bei 2.421 €/m² und für Eigentumswohnungen bei 2.750 €/m². STATISTIK AUSTRIA

Zum Vergleich: 2024 hatte Statistik Austria für die Steiermark 2.411 €/m² bei Häusern und 2.696 €/m² bei Wohnungen ausgewiesen. STATISTIK AUSTRIA

Damit lagen die veröffentlichten steirischen Durchschnittswerte 2025 bei beiden Objektarten über dem Vorjahreswert.

Aber diese Zahlen benötigen eine wichtige Erklärung.

Vergleich der Immobilien-Durchschnittspreise 2025 in der Steiermark und Österreich

Was bedeutet „Immobilien-Durchschnittspreis“ bei Statistik Austria?

Der Begriff kann missverstanden werden.

Die Werte sind nicht einfach der Durchschnitt aller Kaufpreise eines einzelnen Kalenderjahres.

Statistik Austria berücksichtigt für die Berechnung des Zieljahres auch Transaktionen aus den vier Vorjahren. Diese werden über ein Regressionsmodell auf das Preisniveau des Zieljahres valorisiert. Dabei werden unter anderem Unterschiede bei Wohnfläche, Grundstücksfläche, Bauperiode und Lage berücksichtigt. STATISTIK AUSTRIA

Für Häuser und Wohnungen stehen Ergebnisse bis auf Bezirksebene und nach Größenkategorien zur Verfügung; bei Grundstücken werden auch Gemeindedurchschnittspreise veröffentlicht. STATISTIK AUSTRIA

Das macht die Statistik für regionale Orientierung wertvoll.

Für die Bewertung einer einzelnen Wohnung oder eines Hauses ist sie aber nur eine Datenebene.

Was ist im ersten Halbjahr 2026 passiert?

Hier kommt eine zweite Statistik ins Spiel: der Häuserpreisindex.

Statistik Austria meldete am 23. September 2026:

Wohnimmobilien insgesamt: +3,9 % gegenüber H1 2025

Bestehender Wohnraum: +4,0 %

Neuer Wohnraum: +3,8 % STATISTIK AUSTRIA

Im zweiten Quartal allein lag der Gesamtindex sogar 5,1 % über Q2 2025.

Bestehender Wohnraum: +5,1 %

Neuer Wohnraum: +4,9 %. STATISTIK AUSTRIA

Das ist für Verkäufer relevant, weil gerade bestehende Immobilien wieder eine stärkere Preisentwicklung zeigen.

Entwicklung der österreichischen Wohnimmobilienpreise 2025 bis zum zweiten Quartal 2026

Ist der Immobilienmarkt damit wieder auf einem neuen Hoch?

Beim österreichischen Häuserpreisindex: ja.

Statistik Austria bezeichnete das Niveau des ersten Halbjahres 2026 als höchsten Stand seit Beginn der Zeitreihe 2010. STATISTIK AUSTRIA

Das sollte aber nicht mit der Aussage verwechselt werden:

„Jede Immobilie ist heute so viel wert wie noch nie.“

Der Index beschreibt eine Marktentwicklung über viele Transaktionen.

Eine sanierungsbedürftige Wohnung ohne Lift, ein modernes Einfamilienhaus in Graz-Umgebung und ein älteres Haus im Murtal sind drei unterschiedliche Märkte.

Schon 2025 nahm die Marktaktivität deutlich zu

Nicht nur die Preise haben sich verändert.

Statistik Austria meldete für 2025 18,3 % mehr Wohnimmobilienkäufe als 2024 – den stärksten Anstieg der Transaktionen seit mehr als einem Jahrzehnt. Gleichzeitig stiegen die Wohnimmobilienpreise 2025 österreichweit um 2,6 %. STATISTIK AUSTRIA

Damit ergibt sich ein interessantes Gesamtbild:

2023: Preisrückgang.

2024: schwächere beziehungsweise stabilisierende Phase.

2025: mehr Transaktionen und wieder steigende Preise.

H1 2026: weitere Beschleunigung der Preisentwicklung.

Das spricht für einen aktiveren Markt.

Es ist aber keine Garantie für einen schnellen Verkauf jedes Objekts.

Was bedeutet das für Eigentümer in Graz?

Gerade in Graz können pauschale Durchschnittswerte schnell in die Irre führen.

Eine Eigentumswohnung in Lend ist nicht direkt mit einer Wohnung in St. Peter, Andritz oder Eggenberg vergleichbar.

Wertrelevant sind beispielsweise:

  • Mikrolage,
  • Stockwerk,
  • Lift,
  • Balkon oder Terrasse,
  • Stellplatz,
  • Baujahr,
  • Zustand,
  • Rücklage,
  • geplante Sanierungen,
  • Vermietungsstatus.

Papst Immobilien weist auch im bestehenden Graz-Ratgeber darauf hin, dass österreichweite Durchschnittswerte keine konkrete Bewertung einer Grazer Immobilie ersetzen. Papst Immobilien

Was bedeutet die Entwicklung für Graz-Umgebung?

Bei Häusern in Graz-Umgebung kommt zusätzlich das Grundstück stark ins Spiel.

Zwei Häuser mit jeweils 150 m² Wohnfläche können unterschiedliche Marktwerte besitzen, wenn sich beispielsweise unterscheiden:

  • Grundstücksgröße,
  • Nutzbarkeit,
  • Hanglage,
  • Erreichbarkeit,
  • Gebäudezustand,
  • Energieeffizienz,
  • Mikrolage.

Deshalb ist gerade bei Einfamilienhäusern ein einfacher Preis pro Quadratmeter Wohnfläche als alleinige Bewertungsmethode ungeeignet.

Und was bedeutet das für das Murtal?

Im Murtal ist die Objektstruktur wiederum anders.

Dort spielen bei vielen Häusern Grundstück, Sanierungszustand und konkrete Mikrolage eine besonders große Rolle.

Auch die niedrigeren absoluten Kaufpreise bedeuten nicht automatisch, dass jede Immobilie leichter verkäuflich ist.

Entscheidend bleibt:

Welcher Käufer sucht genau dieses Objekt zu genau diesem Preis?

Ein Markttrend kann die Nachfrage unterstützen.

Er ersetzt aber keine objektbezogene Preisstrategie.

Warum Inseratspreise und Statistik unterschiedliche Dinge zeigen

Eigentümer vergleichen häufig Immobilienportale.

Dort sehen sie Angebotspreise.

Statistik Austria arbeitet dagegen mit Daten aus tatsächlichen Immobilientransaktionen beziehungsweise grundbücherlichen Kaufverträgen. Der Häuserpreisindex basiert auf Kaufverträgen, bei denen private Haushalte Käufer sind. STATISTIK AUSTRIA

Deshalb sollten drei Werte nicht miteinander verwechselt werden:

Angebotspreis: Was ein Verkäufer verlangt.

Marktstatistik: Was ein größerer Markt statistisch zeigt.

Marktwert der konkreten Immobilie: Was für das einzelne Objekt unter Berücksichtigung seiner Eigenschaften realistisch erscheint.

Sollten Verkäufer wegen der gestiegenen Preise jetzt höher inserieren?

Nicht automatisch.

Ein positiver Markttrend ist ein Faktor der Bewertung.

Er ist kein Freibrief für einen beliebigen Preisaufschlag.

Gerade bei Online-Immobilienportalen beeinflusst der Angebotspreis:

  • in welchen Suchfiltern die Immobilie erscheint,
  • mit welchen Objekten sie verglichen wird,
  • wie viele Interessenten reagieren,
  • wie lange das Inserat am Markt bleibt.

Der Beitrag zur Preisstrategie beim Immobilienverkauf erklärt diesen Zusammenhang ausführlich. Papst Immobilien

Was sollten Eigentümer jetzt konkret tun?

Wer einen Verkauf 2026 oder Anfang 2027 überlegt, muss nicht sofort inserieren.

Sinnvoller ist zunächst:

1. Marktwert aktualisieren.

Ältere Bewertungen aus 2023 oder 2024 sollten nicht ungeprüft übernommen werden.

2. Unterlagen aktualisieren.

Energieausweis, Grundriss, Grundbuch und gegebenenfalls Hausverwaltungsunterlagen vorbereiten.

3. Objekt mit dem lokalen Markt vergleichen.

Nicht Österreich mit Graz vergleichen und nicht Graz pauschal mit dem Murtal.

4. Angebotspreis erst danach festlegen.

Über die Immobilienbewertung von Papst Immobilien kann dafür eine aktuelle Ausgangsbasis geschaffen werden.

FAQ zu den Immobilienpreisen 2026

Steigen die Immobilienpreise 2026 wieder?

Österreichweit ja. Laut Statistik Austria lagen die Preise im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 3,9 % über dem ersten Halbjahr 2025. Im zweiten Quartal betrug der Vorjahresanstieg 5,1 %. STATISTIK AUSTRIA

Wie hoch waren die Immobilienpreise in der Steiermark 2025?

Die von Statistik Austria veröffentlichten Immobilien-Durchschnittspreise lagen 2025 bei 2.421 €/m² für Häuser und 2.750 €/m² für Eigentumswohnungen. Diese Werte sind statistische regionale Orientierungswerte und keine direkte Bewertung eines Einzelobjekts. STATISTIK AUSTRIA

Kann ich den Quadratmeterpreis mit meiner Wohnfläche multiplizieren?

Für eine belastbare Immobilienbewertung reicht das nicht. Mikrolage, Zustand, Grundstück, Ausstattung, Baujahr, Außenflächen und weitere Faktoren können erhebliche Unterschiede verursachen.

Sind 5,1 % Preissteigerung in Q2 2026 auch für Graz gültig?

Nein, nicht als pauschale Aussage. Die 5,1 % beziehen sich auf den österreichischen Häuserpreisindex gegenüber Q2 2025. Daraus kann nicht abgeleitet werden, dass jede Immobilie in Graz um exakt 5,1 % gestiegen ist. STATISTIK AUSTRIA

Ist jetzt ein guter Zeitpunkt zum Verkaufen?

Die gestiegene Marktaktivität und Preisentwicklung sind für Verkäufer grundsätzlich positive Signale. Ob ein Verkauf individuell sinnvoll ist, hängt aber von Objekt, persönlicher Situation, Preisvorstellung und lokalem Markt ab.

Sind die Statistik-Austria-Durchschnittspreise echte Verkaufspreise?

Die Datengrundlage bilden Immobilienkäufe privater Haushalte. Für die Durchschnittspreise des Zieljahres werden jedoch auch Transaktionen der vier Vorjahre einbezogen und modellbasiert valorisiert. Deshalb sind die veröffentlichten Werte nicht einfach ein ungefilterter Jahresdurchschnitt aller Verkäufe 2025. STATISTIK AUSTRIA

Zusammenfassung: Der Markt ist stärker – die Einzelbewertung bleibt entscheidend

Die aktuellen Daten liefern drei klare Aussagen:

2025: Wohnimmobilien wurden österreichweit wieder teurer und deutlich häufiger gehandelt.

H1 2026: Die Preisentwicklung beschleunigte sich auf +3,9 % gegenüber dem Vorjahr.

Q2 2026: Der Häuserpreisindex lag 5,1 % über Q2 2025. STATISTIK AUSTRIA

Für Verkäufer ist das ein positiveres Marktumfeld als noch vor einigen Jahren.

Die wichtigste Schlussfolgerung lautet aber nicht:

„Jetzt einfach 5 % auf den Preis aufschlagen.“

Sondern:

Eine ältere Marktwerteinschätzung sollte anhand der aktuellen Marktlage neu überprüft werden.

Transparenzhinweis: Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung generativer KI erstellt und von Papst Immobilien redaktionell geprüft, fachlich überarbeitet und freigegeben. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Papst Immobilien GmbH.